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Umgestaltung der Propsteikirche

Umgestaltung der Propsteikirche

Den ersten Schritt, nämlich die Frage, welche Anforderungen unsere Kirchengemeinde bei einer Renovierung und Umgestaltung unserer Propsteikirche gelöst bzw. umgesetzt sehen möchte, wollen wir nun abschließen. Die Projektgruppe ‚Umgestaltung Propsteikirche‘ hat dazu im letzten Jahr mit einer Reihe von Gremien und Gruppen intensiv gesprochen und in einer öffentlichen Veranstaltung Wünsche und Vorstellungen gesammelt. Diese Sammlung sind die Grundlage eines Bewerbungsverfahrens, bei dem fünf vom Kirchenvorstand zu bestimmende Architekturbüros, die bereits an anderer Stelle liturgische Räume (neu) konzipiert haben, ihre Entwurfsideen für St. Clemens einreichen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen diese inzwischen geordnete und gebündelte Anforderungsliste vor. Dabei konnten wir verständlicherweise nicht alle Details mit aufführen, was die Seiten gesprengt hätte.

Vorbedingung

Die Propsteikirche St. Clemens ist zum einen die Pfarrkirche der katholischen  Kirchengemeinde St. Marien Telgte und der einzig allgemein nutzbare Kirchenraum im Stadtgebiet. Zum anderen ist sie Wallfahrtskirche für die Telgter Wallfahrt zur Schmerzhaften Mutter. Alle Maßnahmen müssen dieser doppelten Grundausrichtung entsprechen. Grundsätzliche Zielsetzungen Unterschiedlichste Formen von Gottesdiensten ermöglichen. Möglichkeiten für zahlenmäßig sehr variierende Gottesdienste vorsehen. Mehr Nähe zum liturgischen Geschehen und unter den Gottesdienstteilnehmenden schaffen. Auf durchgängige Barriere-Freiheit achten. Nachhaltig und ökologisch sinnvoll umgestalten. Den Charakter und die Botschaft der spätgotischen Kirche erhalten. Die vorhandene Kunstausstattung (ausgenommen Prinzipalstücke) möglichst wiederverwenden, allerdings theologisch und liturgisch sinnvoll positionieren und betonen.

Bausubstanz

  • Undichtigkeiten / Feuchtigkeitsschäden an der Wetterseite beheben.
  • Schimmel im Keller bekämpfen.
  • Heiz- und Lüftungskonzept überarbeiten,
  • Heizung und Lüftung gegebenenfalls erneuern.
  • Grundreinigung der Fenster durchführen.

Technik

  • Lautsprecheranlage erneuern.
  • Feste Übertragungsanlage für Livestream installieren.
  • Leinwand bzw. Präsentationswand / Beamer fest installieren.
  • Neue Beleuchtung mit diversen Lichtkonzepten installieren.
    • Alle technischen Anlagen müssen von einer Person einfach bedienbar sein.
    • Alle technischen Anlagen müssen sinnvoll miteinander verknüpft sein
      (Innen ↔ Außen / Kapelle ↔ Kirche / Orgel ↔ Sakristei).

Klar definierte Orte in der Propsteikirche

Bei der Umgestaltung des Kirchenraums müssen die liturgischen Bedürfnisse der Kirchengemeinde und der Telgter Wallfahrt Berücksichtigung finden (s.o.). Es gibt Liturgien für Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Familien sowie Sakramentsfeiern wie Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten und Requien. Große, mittlere und kleine Gemeinde- und Wallfahrtsgruppen nutzen die Kirche.

  • Den Gesamtraum der Kirche für große Gemeinde- oder Wallfahrtsgottesdienste unbedingt erhalten.
  • Einen Ort für kleinere Messen oder andere Gottesdienste mit 80 bis 120 Gläubigen schaffen („Kirche in der Kirche“).
  • Einen Ort für Kleinkinder vorsehen (Mini- und Kinderkirche).
  • Einen einladenden und zugleich diskreten Ort für Beichte/Beichtgespräche schaffen.
  • Einen Ort für Taufgottesdienste mit bis zu 70 Gläubigen vorsehen.
  • Einen Ort für Anbetung und stilles Einzelgebet schaffen (evtl. Ort des Tabernakels).
  • Einen stilvollen Präsentationsort für Ausstellungen kirchlicher Gruppen und Vereine vorsehen.
  • Einen Ort zum Kerzen-Entzünden schaffen.
  • Einen neuen Ort für unsere Chöre und deren Instrumentalbegleitung suchen (Chorraum wird von allen Befragten favorisiert). Dabei einen Platz für
    Instrumente, Instrumentenkoffer sowie für Garderobe einplanen.
  • Bei der Umgestaltung der Altarinsel und des Chorraumes folgende Orte fest definieren: Ort für den Sarg bei Requien / Ort für die Verehrung des Gnadenbildes / Ort zum Empfang der Mundkommunion / Ort für die Krippe.
  • Laufwege für einzelne Gottesdienstgemeinden und Wallfahrtsgruppen müssen klar erkennbar und intuitiv zu finden sein.

    Orte im einzelnen
  • Altar- und Chorraum: Hier sollen sich Auge und Geist sammeln können und zur Ruhe finden. Altar- und Chorraum sollen ‚heimischer‘ werden. Hier soll eine klare Struktur herrschen. Altar und Kreuz sollen Blickfang bilden.
  • Beichtort: Beichtstühle sollen reduziert werden. Ein Beichtraum ist denkbar. Keine völlige Auslagerung der Beichtstühle aus der Kirche!
  • Bestuhlung: Reduzierung der Bänke insbesondere im hinteren Bereich ist erwünscht. Mehr Flexibilität in der Bestuhlung für spezielle Gottesdienste schaffen. Verkürzung der Bänke im vorderen Bereich für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen. Sitzfläche der Bänke vergrößern. Auflagen der Bänke und Kniebänke einplanen.
  • Orgel: Standort und Bau eines externen Spieltisches im Kirchenraum prüfen. Generalüberholung und Reinigung der Orgel.
  • Sakristei: Konzentration der gesamten Technik dort vorsehen. Laptop und Kopierer dort platzieren. Die Einrichtung einer ebenerdigen Toilette für die Gottesdienstbesucher prüfen.