Impulsfragen und Bibelstellen zum Wallfahrtsmotto:

Das Wahlfahrtsmotto 2024 ermöglicht eine Reihe von biblischen Bezügen und vielfältige lebensnahe Impulsfragen.

Sicher gibt es noch unzählig viele weitere passende Fragen und biblische Impulse.

Podcastfolge zum Wallfahrtsmotto 2024

Highlights 2024

demnächst ..

 

Wallfahrtsjahr 2023

Pilgergebet 2023

Habt Vertrauen -
Ich bin es

Maria, Schmerzensmutter von Telgte.
Du kennst Deinen Sohn,
denn Du bist ihm Mutter und Vertraute.
Sein Leben hast Du in Deinem Herzen bewahrt
und über Unverständliches hast Du nachgedacht.
So ist Dein Vertrauen in Jesus gewachsen.
 
Auch wir vertrauen nur, wen wir kennen.
Deshalb erbitte auch uns
ein neues Kennenlernen Deines Sohnes -
frei und ungetrübt und überraschend.
Erbitte uns ein neues Miteinander
und eine tiefere Freundschaft mit ihm,
damit wir ihn erkennen und ihm vertrauen
in den guten Stunden unseres Lebens,
in bedrohlichen Situationen
und in stürmischen Zeiten.
Erbitte uns ein Vertrauen zu Christus,
das uns gelassen durchs Leben gehen lässt.
 
Maria, Schmerzensmutter von Telgte.
Dein Sohn lädt uns ein, ihn kennenzulernen,
seine Freunde zu werden und ihm zu vertrauen.
Du hältst uns Deinen Sohn entgegen
und wir hören sein Wort:
‚Habt Vertrauen - Ich bin es‘.
 
Du Mutter der Schmerzen, bitte für uns.
Du Mutter und Vertraute, bitte für uns.
Du dem Herrn Vertrauende, bitte für uns.

Amen.

"Habt vertrauen! Ich bin es."

Das Leitwort zur Wallfahrt 2023: Ein Jesuswort aus dem Matthäusevangelium.

Vertrauen Sie jemandem, den Sie nicht kennen?

In der Regel wohl nicht, vermute ich mal. Es ist schon Begegnung und Kennenlernen nötig, um überhaupt miteinander vertraut zu werden und sich dann auch zu vertrauen. Dann aber können wir Freud‘ und Leid miteinander teilen, von unseren Hoffnungen und Ängsten sprechen und brauchen Sorgen und Ängste nicht voreinander zu verstecken.
Als Motto begleitet dieses Jahr der Ruf Jesu „Habt Vertrauen - Ich bin es“ die Wallfahrer und Pilger, die zu uns nach Telgte kommen. Als sie damals zutiefst verunsichert und ängstlich waren, rief Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern genau dieses Wort zu. Ihm war wohl klar, dass sie ihm nur dann vertrauen und seine Hilfe annehmen würden, wenn sie ihn auch (er)kennen.
Deshalb ist es meiner Meinung nach für Menschen gut, diesen Jesus kennenzulernen - sein Leben, seine Botschaft und seine Kraft. Und noch besser scheint es mir, mit ihm vertraut zu sein. Viele Glaubende dürfen die wunderbare Erfahrung machen, dass das Vertrauen zu ihm auch das Vertrauen unter uns Menschen fördert und uns alle gelassener und engagiert zugleich durch Krisen und Verunsicherungen gehen lässt!
Eine Telgter Wallfahrt im Dienst gegenseitigen Vertrauens wünscht sich
Propst Michael Langenfeld

Pilgergebet 2023

Habt Vertrauen - Ich bin es

Maria, Schmerzensmutter von Telgte.
Du kennst Deinen Sohn,
denn Du bist ihm Mutter und Vertraute.
Sein Leben hast Du in Deinem Herzen bewahrt
und über Unverständliches hast Du nachgedacht.
So ist Dein Vertrauen in Jesus gewachsen.
 
Auch wir vertrauen nur, wen wir kennen.
Deshalb erbitte auch uns
ein neues Kennenlernen Deines Sohnes -
frei und ungetrübt und überraschend.
Erbitte uns ein neues Miteinander
und eine tiefere Freundschaft mit ihm,
damit wir ihn erkennen und ihm vertrauen
in den guten Stunden unseres Lebens,
in bedrohlichen Situationen
und in stürmischen Zeiten.
Erbitte uns ein Vertrauen zu Christus,
das uns gelassen durchs Leben gehen lässt.
 
Maria, Schmerzensmutter von Telgte.
Dein Sohn lädt uns ein, ihn kennenzulernen,
seine Freunde zu werden und ihm zu vertrauen.
Du hältst uns Deinen Sohn entgegen
und wir hören sein Wort:
‚Habt Vertrauen - Ich bin es‘.
 
Du Mutter der Schmerzen, bitte für uns.
Du Mutter und Vertraute, bitte für uns.
Du dem Herrn Vertrauende, bitte für uns.

Amen.

Liebe Pilgerinnen und Pilger,

in den letzten Jahren ist es vielerorts in der Welt dunkler geworden: im welt-, geo- und klimapolitischen Bereich, im kirchlichen Raum und sicherlich auch im privaten Umfeld. Jedes Jahr sterben unzählige Menschen in Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen, verhungern Frauen, Männer und Kinder in Dürregebieten, leiden immer mehr Menschen unter den Folgen des nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandels, wenden sich Christinnen und Christen in großer Zahl aufgrund des Missbrauchskandals von der Institution Kirche ab. Und hier bei uns in Deutschland wissen viele nicht mehr, wie sie angesichts steigender Energie- und Lebenshaltungskosten ihren Alltag finanzieren sollen. Es ist dunkler geworden in der Welt.
In all dem Dunkel, das uns umgibt, in all den Nächten der Angst und des Zweifels, in all unserer Enttäuschung, Trauer und Wut ist es überlebensnotwendig,dass wir die Hoffnung auf eine gute Zukunft nicht verlieren und das Vertrauen darauf, dass Veränderung zum Besseren hin möglich ist. Dazu brauchen wir die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Dazu brauchen wir aber auch Orte, die uns Hoffnung schenken, Hoffnungsorte, an denen uns Hoffnungsworte zugesprochen werden. Unsere Wallfahrtsorte sind solche Hoffnungsorte, da uns an ihnen einer, der selbst alle Dunkelheiten des Lebens durchlitten hat, Leben und Zukunft verheißt. In unseren Dunkelheiten, Sorgen und Ängsten möchte Jesus in uns die Zuversicht wachhalten, dass uns Zukunft geschenkt ist und er auf dem Weg in diese Zukunft an unserer Seite geht.
Unter dem Leitgedanken „Habt Vertrauen – Ich bin es … .“, eine Zusage, die Jesus den verängstigten und zweifelnden Jüngern im Sturm auf dem See Genesareth zugesprochen hat, laden wir Sie 2023 ein, alleine oder gemeinschaftlich unsere Wallfahrtsorte zu besuchen, um sich an ihnen Hoffnungsworte zusprechen und das Vertrauen auf eine lichtvolle Zukunft schenken zu lassen.

Arbeitsgemeinschaft der Wallfahrtsrektoren im nordwestdeutschen Raum

Lesung: Jeremia 29,11-14

Denn ich, ich kenne die Gedanken, die ich für euch denke - Spruch des HERRN -, Gedanken des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben. Ihr werdet mich anrufen, ihr werdet kommen und zu mir beten und ich werde euch erhören. Ihr werdet mich suchen und ihr werdet mich finden, wenn ihr nach mir fragt von ganzem Herzen. Und ich lasse mich von euch finden - Spruch des HERRN - und ich wende euer Geschick und sammle euch aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch versprengt habe - Spruch des HERRN

Evangelium: Matthäus 14,22-33

Gleich darauf drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil siemeinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.

Lieder und Gebete aus dem Stammteil des Gotteslob

005 Gebete im Haus Gottes (Nr. 2+3; Nr. 5+6; Nr. 7)
006 Vor Gottes Angesicht (Nr. 1-3; Nr. 4-8)
007 Heiliger Geist (Nr. 1-5)
008 Vertrauen (Nr. 5-7)
013 Du Gott des Aufbruchs (Nr. 4+5)
020 Verantwortung für die Welt (Nr. 1+2)
022 Für das pilgernde Volk Gottes (Nr. 1-3)
022 Segensgebet vor einer Wallfahrt (Nr. 5)
036 Psalm 22: Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
037 Psalm 23: Der gute Hirt
066 Psalm 118: Eine Dankliturgie
081 Lobet den Herren
084 Morgenglanz der Ewigkeit
142 Zu dir, o Gott, erheben wir die Seele mit Vertrauen
188 Nimm, o Gott, die Gaben, die wir bringen
294 O du hochheilig Kreuze
365 Meine Hoffnung und meine Freude
423 Wer unterm Schutz des Höchsten steht
430 Von guten Mächten
446 Lass uns in deinem Namen, Herren
453 Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott
457 Suchen und fragen
470 Wenn das Brot, das wir teilen
481 Sonne der Gerechtigkeit
521 Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn
524 Meerstern, ich dich grüße
534 Maria, breit den Mantel aus
535 Segne du, Maria
649 Psalm 16: Gott, der Anteil seiner Getreuen (Nr.34)
677 Andacht: Hoffnung (Nr. 4)

Lieder und Gebete aus dem Diözesananhang Münster

703 Pilgergebete
748 Du bist das Brot, das den Hunger stillt
820 Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell
831 Liebe ist nicht nur ein Wort
861 Sei gegrüßt, o Jungfrau rein

Fürbitten

P.: Du, Gott, bist uns Menschen in Liebe zugewandt. Im Vertrauen darauf, dass dein Sohn, der selbst die Dunkelheiten des Lebens durchlitten hat und am Kreuz für uns gestorben ist, uns in all unseren Ängsten, Nöten und Sorgen nicht im Stich lässt und Zukunft schenkt, wollen wir nun beten: Du den Menschen zugewandter Gott: Schenke Trost, Hoffnung und Zuversicht.
Alle: Schenke Trost, … .

  • beten wir für die Menschen in der Ukraine und in den anderen Kriegs- und Krisengebieten der Welt, die hilflos dem Machtstreben gewissenloser Politiker und Militärs ausgeliefert sind. …
  • beten wir für die unzähligen Frauen, Männer und Kinder, die in den Dürregebieten der Welt um ihr Überleben kämpfen und vom Hungertod bedroht sind. …
  • beten wir für die Frauen und Mädchen, die ihrer Menschenrechte beraubt sind, deren Würde missachtet wird und die in Afghanistan, im Iran und in anderen Ländern unter Lebensgefahr gegen ihre Unterdrückung protestieren. …
  • beten wir für diejenigen, die sich für die Zukunft unseres Planeten einsetzen und nicht müde werden, darauf hinzuweisen, dass die Menschheit ihren Lebensraum zerstört. …
  • beten wir für Eltern und Familien, die um die Gesundheit ihrer Kinder bangen, für Menschen, die auf notwendige Medikamente warten, für alle, die unter schwierigsten Bedingungen im Gesundheitssystem arbeiten und für diejenigen, die in unseren Krankenhäusern mit dem Tode ringen. …
  • beten wir für diejenigen, denen im Namen der Kirche Unrecht zugefügt wurde und zugefügt wird, für alle, deren Leben zerstört wurde, weil sie missbraucht worden sind und für die vielen, die der Kirche den Rücken kehren, weil sie jegliche Hoffnung auf einen Neubeginn verloren haben. …
  • beten wir für die Menschen in unserem Land, die angesichts steigender Energie- und Lebenshaltungskosten nicht wissen, wie sie ihren Lebensunterhalt noch finanzieren können. …
  • beten wir für alle Pilgerinnen und Pilger, die unsere Wallfahrtsorte besuchen in der Hoffnung auf Hilfe, Kraft und Trost. …
  • beten wir für unsere Verstorbenen, für die Opfer von Krankheit, Krieg, Terror und Gewalt, für diejenigen, an die nach ihrem Tod niemand mehr denkt und für diejenigen, denen wir über ihren Tod hinaus in Liebe verbunden sind. …

Gott, im Vertrauen darauf, dass Du uns auf unserem Lebensweg begleitest und uns immer wieder neu Trost, Hoffnung und Zuversicht schenkst, legen wir all das, was uns bewegt in Deine Hände. Für Deine Nähe, Liebe und Wegbegleitung

Himmel + Erde berühren

ein Impuls zum Wallfahrtsmotto 2022

von Pilgerseelsorger Richard Schu-Schätter

Wonach sehnst Du Dich?
Nach Frieden? Nach Gemeinschaft? Nach Lebensenergie, Trost, Gesundheit, (finanzieller) Sicherheit, ...? Nach einem Wunder?
Wenn Menschen auf eine Wallfahrt oder eine Pilgerreise gehen, nehmen sie sich selbst mit und was sie in ihrem Leben berührt.
Ihre Sorgen und Ängste, ihre Fragen und Zweifel, aber auch ihre Sehnsucht und Hoffnung.
Wer aufbricht, bleibt nicht in dem stecken, was ist und was war.
Wer aufbricht, darf und muss damit rechnen, dass sich unerwartetes ereignet, dass sich Dinge wandeln.
Wer aufbricht, geht oder fährt dem Horizont entgegen, dem Ort, an dem sich Himmel und Erde berühren.
Über viele Jahrhunderte hindurch brechen Menschen nach Telgte auf mit all dem, was sie in ihrem Leben berührt.
So manches mag sich schon auf dem Weg durch die Bewegung, durch neue Gedanken oder durch die Kraft der Schöpfung verwandeln.
Und mit Blick auf die eigene Sehnsucht bietet beim Ankommen in Telgte das Gnadenbild einen Perspektivwechsel an:
Es spricht: "Sieh her: mitten im Leid, in tiefster Trauer, in Hohn und Schmerz und Angst bist Du nicht allein. Lass dich berühren von der Kraft und Liebe Gottes, denn dein Weg ist noch nicht zu Ende. Da kommt noch was: Nach der Trauer kommt der Trost. Nach dem Dunkel kommt das Licht. Nach dem Tod, die Auferstehung. Hinter dem Horizont geht´s weiter."
Wonach sehnst Du Dich? Schiebe nicht beiseite, was Dich berührt. Trage es mit Dir, damit es auf deinem Weg verwandelt werden kann. Gott geht mit Dir und will Dir zeigen: Himmel und Erde berühren sich in Dir!

Wann brichst Du auf?